Chronik

Kleine Chronik der Dillinger Tischtennis-Abteilung

Die Dillinger Tischtennis-Abteilung wurde 1954 von den Tischtennisspielern Hubert Krebs, Dieter Quenzel, Paul Fink, Hubert Reiner und Helmut Haselmeier gegründet und war somit die erste Ballsportart im TV Dillingen.
Bereits nach kurzer Zeit schafften diese den Aufstieg in die Landesliga. Verstärkt durch die Neuzugänge von Wilhelm Röger, Adi Preiß und Huber wurde recht bald der Aufstieg in die bis dahin zweithöchste Spielklasse Bayerns erreicht. In den folgenden Jahren gelangen immer wieder hervorragende Erfolge, wie z.B. Gewinn der schwäbischen Mannschaftsmeisterschaft oder mehrmalige Gewinne des Eckhard-Pokals auf Bezirksebene. In den 70-iger Jahren etablierte sich die erste Herrenmannschaft in Schwabens höchster Spielklasse. Nachdem die darauffolgenden Jahre weniger mit Erfolg gekrönt waren, gelang 1984 der erneute Aufstieg in die Schwabenliga I mit den Spitzenspielern Gerhard Tiefenbacher, Theo Zähnle, Werner Stöberl, Anton Mayerle, sowie den Nachwuchskräften Jürgen Sing, Thomas Klaus, Ronald Goldbach und Florian Kaindl. Fast zehn Jahre wurde in der Schwabenliga I gespielt, wobei auch ein Jahr in der Landesliga gekämpft wurde. Erst 1994 musste ein Jahr in der Schwabenliga II verbracht werden, bevor in der neuen Saison der sofortige Wiederaufstieg gelang und im 40. Jubliäumsjahr gebührend gefeiert werden konnte.
Vier Jahre konnte man die Klasse halten, bevor sich aus verletzungs- und berufbedingten Ausfällen die Mannschaft 1999 freiwillig in die Kreisliga zurückziehen musste.

Aber auch im Damenbereich wird seit den 60-iger Jahren Tischtennis-Sport in Dillingen betrieben. Zu den Pionierinnen, die mit dem Punktspielbetrieb damals begonnen hatten, gehörten Irene Krebs, Resi Rinner, Irma Mehlhorn, Erna Schwertschlager und Greti Scholz.
In den darauf folgenden Jahrzehnten wurden erfolgreich talentierte Jugendspielerinnen herangezogen, so dass sich die Dillinger Mädchen ab 1987 über sieben Jahren unter den Top 3 in Bayern etablierten. Spielerinnen wie Ulrike Gutmair und Petra Bihler schafften dabei den Sprung in die bayerische Sonderklasse. Die Damen, vertreten durch Ulrike Gutmair, Petra Bihler, Manuela Behringer und Silke Rusch gelang der Durchmarsch von der Schwabenliga III in die Schwabenliga I. Diese Spielerinnen konnten sich kontinuierlich in der ersten Bezirksliga etablieren. Diesen Erfolg führen seit vielen Jahren die Dillinger Damen mit Manuela Sing (geb. Behringer), Eva Baur, Petra Artner (geb. Heigl) und Daniela Pausewang weiter und sind ebenfalls eine feste Größe in Schwabens „Oberhaus“ geworden.

Von Anfang an legten die Verantwortlichen der Tischtennis-Abteilung großen Wert auf die Jugendarbeit. In den Gründerjahren profitierten ganze Generationen von der hervorragenden Arbeit von Hannes Haas. In den 70-iger Jahren übernahm Anton Mayerle die Funktion des Jugendwarts, um die jungen Spieler für die Erwachsenenmannschaften vorzubereiten.
Mit Martin Reinhardt übernahm ein äußerst engagiertes Mitglied das Amt des Jugendleiters und ist bis heute ein wichtige und unverzichtbare Größe in der Nachwuchsarbeit. Durch seinen unermüdlichen Einsatz und nach mittlerweile über 30 Übungsleiterjahren, die er für die Förderung im Jungen und Mädchenbereich investiert hat, wirbt er bis heute immer wieder für Nachwuchs und motiviert dabei ständig eigene „Aktive“, sich intensiv an der Jugendarbeit - sportlich wie gesellschaftlich - zu beteiligen. Mehrere schwäbische und bayerische Meistertitel sind das Ergebnis für seine herrausragende Arbeit.

Trotz großer Anstrengungen der ehemaligen Abteilungsleiter Gerhard Tiefenbacher und Jürgen Sing musste die Abteilung immer wieder schwere Rückschläge hinnehmen und so stand die Abteiteilung im Jahre 2001 mit nur noch einer Herren- einer Damen und einer Jungenmannschaft kurz vor der Auflösung.

Nach einem Jahr kommisarischer Abteilungsleitung übernahm der Neuzugang Martin Lodner die alleinige Abteilungsleitung.
In den letzten zehn Jahren wurden durch Martin Lodner und Martin Reinhardt die Abteilung komplett neu strukturiert. Dieses Engagement zeigte bereits im ersten Jahr eine positive Wirkung und mit der Mithilfe von Gerhard Tiefenbacher konnte der Abstieg in die 3. Kreisliga verhindert werden, was ein Wendepunkt in der sportlichen Entwicklung werden sollte.
Die Abteilungsleitung wurde mit den zwei jungen und engagierten Eigengewächsen Helmut Kapp und Markus Osterrmeier  erweitert und gestärkt, die sich maßgeblich in der Organisation und Durchführung von regionalen und überregionalen Veranstaltungen hervortaten.
In den darauffolgenden Jahren schaffte man den Wiederaufstieg in die 1. Kreisliga und wurde zu einer ernstzunehmenden Größe. Mit der ersten Jungen- und Mädchenmannschaft spielten wir sogar um den Aufstieg in die Bayernliga mit. Nach einer herausragenden Saison 2007/2008 schafften unsere Damen ihren größten Erfolg und stiegen in die Landesliga auf.
Aufgrund der erfolgreichen und kontinuierlichen Nachwuchsarbeit konnten immer mehr Spieler und Spielerinnen in den Erwachsenensport integriert werden und sind mittlerweile wichtige Leistungsträger neben langjähren Spielern wie Hermann Keller, Gerhard Tiefenbacher, Winfried Seitz und Manfred Hawlik geworden. Durch den zurückgekehrten sportlichen Erfolg und der Wiederbelebung von gesellschaftlichen Aktivitäten, konnte die Attraktivität der Abteilung enorm gesteigert werden. Dadurch wurde der Zuspruch immer größer, so dass zu Spitzenzeiten 7 Jugend-, 2 Mini-, 6 Herren- und 3 Damenmannschaften den Spielbetrieb bildeten.
Nachdem man 2010/11 den Aufstieg in Schwabens höchste Klasse nur knapp verpasste, wurden die tollen Leistungen unserer Spieler in der Saison 2011/12 mit dem Gewinn der Meisterschaft und dem Aufstieg in die Bezirksoberliga gekrönt.


Bild: Martin Lodner (Abteilungsleiter), Hermann Keller, Klaus Edenhofer,
Gerhard Tiefenbacher, Markus Reichenmeier, Matthias Jörg, Fabian Wittke,
Manuel Eisenhofer und Benedikt Hirner. Nicht auf dem Bild Andreas Wollitzer

Auch die 2. Herrenmannschaft schaffte den Aufstieg über die Relegation in die 3. Bezirksliga. Die 1. Damenmannschaft sicherte sich einen Mittelplatz in der 1. Bezirksliga. Dies spiegelt das hohe Spielniveau der gesammten Abteilung (6 Mannschaften spielen auf Bezirksebene) wieder. Derzeit kann die Abteilung stolz auf ca. 130 Mitglieder sein, die sich auf 55 Kinder und Jugendliche, 45 aktive Erwachsene und 30 passive Mitglieder aufteilt.
Bei all diesen Erfolgen sollten jedoch die Leistungen der dahinterstehenden Mannschaften nicht vergessen werden. Sie bildeten über Jahrzehnte hinweg die Basis für unseren Tischtennissport. Sie waren und sind ein wichtiger Bestandteil für unsere Abteilung und haben als Aushilfen für die darüberliegenden Mannschaften zu den zahlreichen Erfolgen mit beigetragen!!!
Durch den Aufstieg konnten wir den ehemaligen Dillinger Spitzenspieler Florian Kaindl wieder gewinnen, der bereits als 11-jähriger in Dillingen in der 1. Bezirksliga gespielt hat und nun nach vielen erfolgreichen Jahren in der 2. Bundesliga und Bayernliga nach ca. 22 Jahren zurückkehrt und jetzt unser junges Team sowohl als Spieler, als auch als Trainer unterstützen wird.
Ebenfalls sind die Trainer Martin Reinhardt, Martin Lodner, Werner Nowey, Eva-Maria Hartleitner und Herrmann Keller, sowie zahlreiche Co-Trainer im Verein tätig, wodurch die Abteilung als einziger Verein in Bayern ein umfassendes geleitetes Training für alle Spielklassen im Jugend- und Erwachsenensport anbieten kann. Mit großem Einsatz haben Eva-Maria Hartleiter, Felix Riggenmann und Christian Fehn die Leitung unserer Jugend übernommen und somit den Jugendspielbetrieb in dieser Größenordnung erst möglich gemacht.

Die letzten Erfolge im Mannschaftssport wurden ergänzt durch herausragende Ergebnisse im Einzelsport. Auf schwäbischer und bayerischer Ebene konnten die Nachwuchsspieler Benedikt Hirner, Franzika Riesenegger und Johannes Kaindl zahlreiche Erfolge erringen.

Auch überregional machte sich die Abteilung Tischtennis einen herausragenden Namen. Den Verantwortlichen gelang es immer wieder hochrangige nationale Veranstaltungen in die Donaustadt zu holen. Als Ausrichter mehrerer bayerischer Meisterschaften im Jugend- oder Erwachsenenbereich oder der deutschen Seniorenmeisterschaften wurden die Dillinger zu sehr guten Gastgebern. Ohne die Vielzahl von Helfern angeführt von Eva Baur sind diese Veranstaltungen nicht zu meistern! Vielen Dank!!!


Mia san mia...

Dank gebührt auch allen Gönnern und Freunden, die unsere Abteilung unterstützen und zur Aufwärtsentwicklung beigetragen  haben, sowie der Stadt Dillingen für die Überlassung der Sportstätten.
Martin Lodner